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20.02.2013

Fleischskandal zeigt: Regionale Produkte müssen gestärkt werden

Nach Gammelfleisch beherrscht seit Tagen ein neuer Fleischskandal die öffentliche Diskussion. Pferdefleisch wird durch ganz Europa transportiert und am Ende den Kunden als Rindfleisch verkauft. Nicht ohne Grund ist der Verbraucher nun verunsichert, was zu Hause eigentlich auf den Tisch kommt. Schon lange handelt es sich bei Lebensmitteln um eine milliardenschwere Industrie. Die großen Summen, die dort verdient werden, ziehen auch immer wieder Betrüger an, die versuchen auf Kosten der Verbraucher Kasse zu machen. „Die geltenden Regeln haben die Verbraucher zum wiederholten Mal nicht geschützt. Hier muss sich eindeutig etwas ändern“, fordert SPD-Bundestagskandidat Jens Zimmermann bei einem Besuch auf dem Raibacher Börncheshof.

Neben schärferen Kontrollen und einem besseren Überwachungssystem muss allerdings auch die „Fleischproduktion“ insgesamt hinterfragt werden. „Statt Tiere über hunderte und zum Teil tausende Kilometer zu transportieren, sollten wir einen stärkeren Blick auf unsere Möglichkeiten vor Ort werfen“, so Zimmermann weiter.

Landwirt Christian Fuhr züchtet auf seinem Hof im Groß-Umstädter Stadtteil Raibach unter anderem Schweine. Die Ferkel kommen aus Ober-Klingen, der regionale Schlachthof ist in Brensbach, der Metzger kommt ebenfalls aus Raibach und vermarktet die Erzeugnisse im Mühlenlädchen in Groß-Umstadt und direkt in Raibach. „Mir ist eine artgerechte Haltung meiner Tiere wichtig“, so Christian Fuhr. Der Wettbewerb sei allerdings hart und viele achten beim Einkaufen vor allem auf den Preis.

Nach seinem Besuch auf dem Börncheshof in Raibach fasst Jens Zimmermann zusammen: „Hier im ländlichen Raum haben wir alle Möglichkeiten für eine vernünftige und regionale Fleischwirtschaft – wir müssen sie aber auch nutzen.“

Kritisch sieht der Groß-Umstädter Bundestagskandidat in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Europäischen Union. Der vor wenigen Wochen ausgehandelte Haushalt der EU für die kommenden Jahre hat einen Umfang von fast 1.000.000.000.000 (1 Billion) Euro, wovon 45 Prozent auf Agrarsubventionen entfallen. Dazu meint Zimmermann: „Man muss sich schon fragen, ob wir eine riesige Agrarindustrie fördern wollen oder regionale Strukturen.“

Informationen über den Börncheshof finden Sie auch im Internet www.boerncheshof.de

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