Wahlkreis
31.08.2012

Landkreis- SPD zur Verkehrspolitik: „Darmstadt wird seiner Verantwortung für die Region nicht gerecht!“

Sozialdemokraten fordern gemeinsames Verkehrskonzept

Nun also eine Umweltzone. Dass die Stadt Darmstadt mit dieser Maßnahme ihre Verkehrsprobleme lösen will, mag aus Sicht Darmstadt der einfachste Weg sein. Doch es den Menschen in und um Darmstadt so schwer wie möglich zu machen, mit dem Auto zu fahren, löst das eigentliche Problem nicht.

Die Maßnahmen der Stadt Darmstadt gehen meist an der Lebenswirklichkeit der Menschen in der Region vorbei. Anstatt zu versuchen, anfallende Nebenwirkungen des Verkehrs mit einzelnen Maßnahmen zu beheben, muss an einem langfristigen Verkehrskonzept für die Region gearbeitet werden – eines, das sich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region orientiert.

Die nun aufgeflammte Diskussion um eine Umweltzone in der Stadt Darmstadt wird von der SPD im Kreis zwar unterstützt und aufgenommen, doch ein Alleingang der Stadt Darmstadt würde die Belastung lediglich auf das Umland abwälzen.

„Die Stadt Darmstadt hat nichts daran geändert,

dass der gesamte lokale und überregionale Verkehr mitten durch die Stadt geleitet wird. Dies bringt Konsequenzen mit sich, die nicht mit Einzelmaßnahmen im Alleingang angegangen werden dürfen,“ findet Jens Zimmermann, Vorstandsmitglied der Kreis- SPD und Bewerber der Darmstadt- Dieburger SPD für das Bundestagsmandat im Ostkreis.

Der Lankreis Darmstadt- Dieburg hat in den vergangenen zehn Jahren zig Millionen für die Verbesserung der Verkehrssituation ausgegeben. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, aber mit dem Aus für die Nordostumgehung steht auf Seiten der Stadt Darmstadt dem nichts gegenüber. Es kann nicht sein, dass die Stadt ihre Probleme auf den Landkreis abwälzt,“ so Christel Sprößler, Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag und Bürgermeisterin in Roßdorf. „In Darmstadt müssen endlich die ideologischen Scheuklappen fallen. Es ist richtig, weiter auf den konsequenten Ausbau des ÖPNV zu setzen. Es ist aber ein Irrtum zu glauben, man könne und müsse die Menschen damit Zwangsbeglücken. Man wird so niemanden dazu bringen, vom Auto auf Bus und Bahn umzusteigen. Auch mit einer Straßenbahn, die am Ostbahnhof endet, sei zu wenigen geholfen. Für Beschäftigten, die meist am ganz anderen Ende der Stadt ihre Arbeitsplätze haben, könne diese kaum als Alternative wahrgenommen werden.,“ erklärt Jens Zimmermann.

Die Landkreis- SPD fragt in diesem Zusammenhang auch nach der Rolle der CDU im Darmstadt: jahrzehntelang galt auch die CDU in Darmstadt als Befürworter der Nordostumgehung, für die Beteiligung an der Macht am Luisenplatz hat sie diese Überzeugung geopfert – was sagt die Basis der CDU in Darmstadt und der Region? – Nichts als Schweigen!

Den Verantwortlichen in Darmstadt muss endlich klar werden, dass Darmstadt keine Insel ist und die Verkehrsplanung gemeinsam mit dem Landkreis voran treiben muss. „Ziel muss sein, den Menschen wirklich zu helfen – sowohl den Darmstädtern als auch den Menschen in der gesamten Region,“ so die Landtagsabgeordnete Heike Hofmann, stellvertretende Vorsitzende der Kreis- SPD. Nur so könne die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Region auch zukünftig erhalten bleiben.

Anfrage an Jens Zimmermann


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